Matura oder Studienberechtigungsprüfung?

Für ein Studium ist die normale Matura nicht notwendig. Es geht auch mit der Berufsreifeprüfung. Sie berechtigt zum Studium aller Studienrichtungen. Die Studienberechtigungsprüfung gibt dann den Weg für eine bestimmte Studienrichtung frei. Die Matura beendet den Schulbesuch an einer höheren Schule. Damit ist die Berechtigung für ein Studium erworben.

Die Berufsreifeprüfung und Studienberechtigungsprüfung.

Wer eine bestimmte berufliche Ausbildung hat oder vorgeschriebene Prüfungen abgelegt hat, kann zur Berufsreifeprüfung zugelassen werden. Die Prüfung wird als Matura angesehen. Um Zugelassen zu werden, muss ein Ansuchen bei einer höheren Schule gemacht werden. Sie zerfällt in Teilprüfungen, wobei schon erworbene Abschlüsse angerechnet werden. Die letzte Teilprüfung wird mit dem 19. Lebensjahr erstmals abgelegt.
Die Studienberechtigungsprüfung ist die allgemeine Universitätsreife. Sie gilt für alle Bachelor- und Diplomstudiengänge. Sie wird aber eingeschränkt auf die Studiengänge für die sie abgelegt wird. Die Prüfung teilt sich in fünf Teile von denen einige Pflicht- und andere Wahlfächer sind. Eine Meister- oder Befähigungsprüfung befreit von einer Teilnahme an den Wahlfächern.
Die Zulassung zur Prüfung erhält, wer sich dazu schriftlich beim Rektor der Universität meldet.
Das Mindestalter ist zwanzig Jahre.
Die Berufsreifeprüfung und die Studienberechtigungsprüfung nutzen dem Student, der keine höhere Schule durchlaufen hat, aber das Studium anstrebt.

Vorteile der Matura.
Die klassische Matura hat viele Vorteile. Sie erlaubt sofort nach dem Schulabschluss das Studium. Prüfungen um das Studium zu beginnen, sind nicht nötig. Die Matura ist international besser angesehen als vergleichbare Studienzugänge wie etwa das deutsche Abitur. Wer anstelle des Studiums eine Berufsausbildung anstrebt, kann mit einem höheren Verdienst und besseren beruflichen Aufstiegschancen rechnen. Und nach dem Berufsabschluss kann sofort studiert werden.

Vorteile und Nachteile Studienberechtigungsprüfung.
Die Studienberechtigungsprüfung erlaubt es zu studieren, wenn die Matura nicht vorliegt. Sie ist ein Zugang außerhalb des klassischen Weges zu einer Universitätsbildung. Sie hat den Vorteil, dass der Studienwunsch nachträglich verwirklicht werden kann. Wer zum Beispiel nicht die Zulassung zu einer Schule mit Maturaabschluss hat oder nicht weiter lernen kann, kann nachträglich, aus dem Beruf heraus, das Studium anstreben.
Finanzielle Unterstützungen durch Stipendien sind möglich, wenn die Studienberechtigungsprüfung ansteht.
Als Nachteil kann gewertet werden, dass die bestandene Studienberechtigungsprüfung keine weitere Qualifikation fürs Berufsleben ist, wenn doch nicht studiert wird. Von Nachteil ist auch das sie als eingeschränkte Studienerlaubnis einen Wechsel in ein anderes Fach erschwert oder unmöglich macht.

Tipps.
Im Hinblick auf die Studienberechtigungsprüfung ist es wichtig, sich über Formalitäten und Abläufe der Prüfungen zu erkundigen.

Fazit.
Die klassische Matura ist gut angesehen und hat keine wirklichen Nachteile. Die Studienberechtigungsprüfung erlaubt demjenigen das Studium, der die klassische Matura nicht hat. Auffallend sind die Einschränkungen.

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