Praktikum: Die Vorteile und Nachteile eines Praktikums vs. eines echten Jobs

Die Erwartungen, die Arbeitgeber an Bewerber stellen, nehmen ständig zu, weswegen es heutzutage keine Seltenheit mehr ist, dass bereits für einen Einstiegsjob erste Berufserfahrung gefordert wird. Wer diese also nicht schon mitbringt erhält erst gar keine Chance Berufserfahrung zu sammeln. Gerade Studenten befinden sich häufig in dieser Zwickmühle und absolvieren deswegen bereits während oder kurz nach ihrem Studium immer öfter Praktika um erste Arbeitserfahrungen zu sammeln.

Erste Einblicke in den Berufsalltag

Ein Praktikum bietet dabei, im Gegensatz zu herkömmlichen Studentenjobs wie Kellnern, die Möglichkeit, in den Arbeitsalltag bestimmter Berufe Einblick zu gewinnen und auch erste Kontakte in einer Branche zu knüpfen. Für Studenten, die sich in ihrer Berufswahl noch nicht sicher sind, ist ein Praktikum durchaus eine geeignete Methode um herauszufinden, ob der geplante Berufswunsch wirklich den eigenen Erwartungen und auch Fähigkeiten entspricht. Denn wie soll zum Beispiel jemand, der noch niemals in einer Marketingabteilung gearbeitet hat, wissen, ob ihm die dortige Arbeitsweise und –methoden auch liegen?

Viele Praktikanten erhoffen sich auch, dadurch in dem jeweiligen Unternehmen einen Fuß in der Tür zu haben und in eine Festanstellung übernommen zu werden. Diese Hoffnung ist auch begründet, denn wenn ein Unternehmen bereits gute Erfahrungen mit einem Praktikanten gemacht hat, wird es ihn bei einer offenen Stelle auch eher in Betracht ziehen.

Ausbeutung billiger Arbeitskräfte?

Gerade nach Studienende sollten Absolventen ein Praktikum jedoch nur unter bestimmten Bedingungen absolvieren. Praktika, die nicht der Ausbildung dienen oder als freies Dienstverhältnis eingestuft sind, sondern ein normales Arbeitsverhältnis darstellen, unterliegen in Österreich zwar den gesetzlichen und kollektivvertraglichen arbeitsrechtlichen Vorschriften, werden in der Regel jedoch viel geringer vergütet als normale Arbeitsstellen. Nichtsdestotrotz verrichten Praktikanten dabei häufig dieselbe Arbeit, wie ihre festangestellten Kollegen, was bei Absolventen mit abgeschlossener Ausbildung oft an Ausbeutung grenzt. Immer öfter werden arbeitssuchende Absolventen auch mit dem falschen Versprechen einer späteren Festanstellung zu einem Praktikum überredet, weshalb Praktika für Absolventen nur bedingt zu empfehlen sind.

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